Mein Berufsweg

 

Geboren und aufgewachsen im Westfälischen, als drittes Kind einer Kaufmannsfamilie, absolvierte ich zunächst eine Krankenpflegeausbildung, arbeitete einige Zeit in einem Landeskrankenhaus und war erst dann bereit fürs Studieren. Und so begannen Ende der 1980ger Jahre turbulente Zeiten: Erstes Studium der Sozialpädagogik, eine intensive Weiterbildung in (so damals noch) "Klientenzentrierter Gesprächsführung". Nebentätigkeit in der Krankenpflege, Beginn der ehrenamtlichen Tätigkeit in der Krisenhilfe, die mir viele Erkenntnisse und persönliche Weiterentwicklung ermöglichte. Studienabschluss in Regelstudienzeit. Und nach zwei Jahren Vollzeittätigkeit, als Leitung unseres mittlerweile gewachsenen „kleinen Familienunternehmens“, wurde es für mich Zeit, auch außerhalb der Familie wieder zu arbeiten.

 

So schloss sich die familienkompatible Freiberuflichkeit an und es folgten Aufgaben in der psychosozialen Einzelfall- und Familienhilfe und eine „obligatorische“ systemische Beraterausbildung kam dazu.  

Mit der Jahrtausendwende wechselte ich dann in das Feld der beruflichen Erwachsenenbildung. Ich arbeitete fortan mit MitarbeiterInnen und Arbeitssuchenden unterschiedlicher Berufsfelder und Positionen. In Qualifikationsmaßnahmen, in Workshops, in Trainings; mit Gruppen und in Einzelgesprächen die damals noch keiner „Coaching“ nannte. Es waren Lehr- und Wanderjahre, durch verschiedene Branchen, in verschiedenen "Formaten", mit sehr unterschiedlichen Menschen und Themen, rund um Kommunikation und Konflikt, Gesundheit und berufliche Karriere.

  

Dadurch wurde mein Interesse an psychosozialen Zusammenhängen größer und ich entschloss mich zu einem zweiten Studium. Nach einigen Semestern Kommunikationswissenschaft wechselte ich zur Soziologie und bald schon wurde mir klar, dass es für mich der Schwerpunkt Sozialpsychologie sein musste. Konsequent war danach eine Weiterbildung zur Vertiefung für das, was ich "eigentlich" schon lange tat: Coaching. Im Verlauf der Jahre kam dann eine Supervisionsausbildung dazu, die mich noch mehr darin bestärkte, dass in Beziehungsdynamischen Wechselwirkungen die entscheidenden Unterstützungs-möglichkeiten in Coaching und Supervision liegen – weniger in technisch-strategischen Planungen.

 

Auch heute arbeite ich branchenübergreifend, als Coach, Coachausbilderin, Supervisorin, bin in der Lehre tätig und gebe Seminare; für internationale Unternehmen, bis hin zu kommunalen, medizinischen und sozialen Dienstleistern; arbeite mit einzelnen Personen, Teams und Gruppen.

  

Und bei aller Verschiedenheit der Menschen, Berufsfelder und Themen mit denen ich arbeite, finde ich doch immer etwas Gleiches: die Tatsache, dass Personen sich aus sich selbst heraus entwickeln: 

Dass die Krise aus einer erleichternden Perspektive betrachtet werden kann, dass das Belastungsempfinden durch die Nutzung eigener Ressourcen gemindert werden kann, dass Konflikte, durch das Erkennen von bisher versteckten Aspekten leichter, entspannter werden oder dass neue Aufgaben einfacher bewältigt werden können.